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Anschrift
Verein IGA
Internationales Institut für Genossenschaftsforschung im Alpenraum
Ansprechpartner:
Geschäftsführer
Kommerzialrat
DI Hans Partl
Afling 12
6175 Kematen
Mobil:+43(0)650-5071942
Fax: +43(0)5232-2297
Email
Kontoverbindung
Kontowortlaut: Internationales Institut für Genossenschaftsforschung im Alpenraum (IGA)
Kontonummer: 650.333
Kontoführendes Kreditinstitut: Raiffeisen-Landesbank Tirol AG
Bankleitzahl: 36000
IBAN: AT553600000000650333
BIC: RZTIAT22
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1996: "Genossenschaft als Selbstzweck"
DIE GENOSSENSCHAFT IM WIDERSTREIT
ZWISCHEN EGOISMUS UND SOLIDARITÄT
Prof. Dr. Hans-H. Münkner
GENOSSENSCHAFTLICHE SELBSTHILFE -
EINE EUROPÄISCHE HERAUSFORDERUNG
Diplom-Volkswirt Dr. Michael R. Ruoff
DIE GENOSSENSCHAFT IM SPANNUNGSFELD
ZWISCHEN IDEOLOGIE UND WIRTSCHAFTLICHEM ERFOLGSZWANG
Prof. Dr. Leo Schuster
Das im Thema angesprochene Spannungsfeld von Ideologie und Wirtschaft kennzeichnet einen interdisziplinären Anspruch. Ideologie ist vor allem eine philosophische Kategorie, die im ökonomischen Kontext hauptsächlich als Konfrontation der beiden Wirtschaftssysteme, Marktwirtschaft und Planwirtschaft, ihre bisherige Bedeutung hatte. Seit dem plötzlichen Untergang des real existierenden Kommunismus ist diese Ideologie-Debatte fast ganz verstummt. Gleichzeitig ist festzustellen, daß die ökonomische und politische Entwicklung seit 1990 ohne eigentliche ideologische Grundorientierung verläuft, sicherlich ein wichtiger Grund für den gesellschaftlichen Dissens, wie er vor allem heute in der Bundesrepublik festgestellt werden kann. Wenn im Zusammenhang mit Genossenschaften von Ideologie die Rede ist, so geht es vor allem um die Frage ihrer heutigen Daseinsberechtigung, d.h. um ihre ökonomische und auch gesellschaftliche Rationalität, wobei wir beim zweiten Bezug des Themas, nämlich der wirtschaftlichen Kategorie, angelangt wären.
Für den Betriebswirt hat jede Unternehmung bzw. jeder Verbund von Unternehmungen seine Existenzberechtigung, wenn und solange die Akzeptanz des Marktes gegeben ist, mit anderen Worten, Wachstum und Gewinn erzielt werden. Gewinn ist normalerweise die oberste Maxime im Zielsystem einer Unternehmung, begleitet von Restriktionen, die durch vielerlei Risiken der Umwelt und des Marktes gegeben sind und gewinnschmälernd wirken. Hier stellt sich die erste entscheidende Frage. Ist es auch heute noch richtig, von den Genossenschaften als mitgliederorientierten Betrieben zu sprechen, die nicht in erster Linie gewinnorientiert sind, oder sind sie im Laufe der Entwicklung zu erwerbswirtschaftlichen Unternehmungen mutiert, mit Gewinnorientierung vielleicht sogar als oberstem Ziel.
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